Suikerrace 2011

Roosendaal (Niederlande)

 

Auch die weiteren Sportlerinnen und Sportler konnten es sich natürlich da nicht nehmen lassen und mussten unbedingt morgens um 5 in eiskalter Nacht in Trier mit dem Bus abreisen, um sich ins holländische Roosendaal zu begeben, wo als Lohn für die Sieger Zucker aus der angrenzenden Zuckerfabrik verschenkt wird. Die Gastgeber haben es dabei in ganz hervorragender Weise verstanden, ein pseudo-gerechtes Handicap-System auszuarbeiten, das nur sie verstehen und ihre Mannschaften auch so aufzubauen, dass mit "normaler Zusammensetzung" (d.h. nur Männer oder nur Frauen bzw. "Mixed", nur Riemen oder nur Skulls, nur Zweibeinige oder nur mit der Innenhand rudernd) möglichst wenig Chancen zum Sieg haben. Aber davon lassen wir uns nicht abhalten, auch wenn das Siegerboot aus einbeinigen, glatzköpfigen Neunzigjährigen bestand (3 Männer, 5 Frauen) die von einem Hund gesteuert und backbords geriemt wurden: denn die hatten eindeutig den höchsten Handicap- Faktor. Spaß beiseite: Es ist jedes Jahr ein tolles Erlebnis mit super Stimmung und netten Gastgebern und man kann sich bei der Kälte selten so auf einen Glühwein oder einen Hotdog freuen, wie in Roosendaal. Vielleicht lag es am in diesem Jahr noch dichteren Nebel oder am verflixten siebten Jahr - richtig "siegreich" waren die Treverer nicht. Andererseits war es doch wieder ein Abenteuer- in dem sich alle achtbar geschlagen haben, insbesondere der Herren-Gig-Vierer, der sich als Einziger seiner Klasse nur selber besiegen konnte. Die unten genannten Platzierungen sind bereits nach dem Handicap- Modus umgerechnet. Frohen Mutes ging es jedoch bis spät in die Nacht mit der großen Gruppe wieder nach Trier zurück - Zucker gibt's schließlich auch beim Discounter!

Streckenlänge: 7000 Meter

Männerachter: Nicholas Graham, Marcello Ghetta, Helge Schoenewolf, Thomas Thielen, Sebastian Hinske-Thomsen, Tobias Sommerfeld, Patrick Chamberlain, Knut Misgeiski, Stf: Antje Schnoor, Platz 5 von 7 (Bootsklasse), Platz 81 (Gesamtklassement) in 26:48,5

Frauenachter: Christina von Zingler, Ann-Christine Franke, Mona Hoffmann, Kira Mellups, Christiane Herf, Inga Kapteinat, Marie Kees, Antje Schnoor, Stm: Philipp Wilhelm, Platz 2 von 3 (Bootsklasse), Platz 52 (Gesamtklassement) in 25:26.0.

Männer Zweier-ohne: Alexandre Schalburg und Matthias Woitok, Platz 2 von 2 (Bootsklasse), Platz 16 (Gesamtklassement) in 23:45,6.

Männergigvierer: Hendrik Plath, Jonas Nees, Patrick Hammes, Philipp Wilhelm, Stf: Inga Kapteinat, Platz 1 von 1 (Bootsklasse), Platz 49 (Gesamtklassement) in 25:11,2.

Männergigdoppelvierer: Alfred Thamm, Bernhard Schiff, Marcello Ghetta, Andreas Mader, Stm: Jonas Nees, Platz von (Bootsklasse), Platz 62 (Gesamtklassement) in 25:49,2.

Frauendoppelvierer: Iris Clüsserath, Luisa Bremen, Silvia Schuler, Carolyn Somorowsky, Stm: Hendrik Plath, Platz 4 von 4 (Bootsklasse), Platz 82 (Gesamtklassement) in 26:50,5

Mixedgigdoppelvierer: Katja Bald, Daniel Schwerdt, Eva Spukti, Philipp Czap, Stf: Carolyn Somorowsky, Platz 2 von 5 (Bootsklasse), Platz 68 (Gesamtklassement) in 26:13,5.


(Quelle: Regatta News vom 04.12.2011)